kreisfreie Stadt · Baden-Württemberg
Hebesätze in Freiburg im Breisgau
236.182 Einwohner · Stand 30.06.2025
GewStGewerbesteuer
430%
±0
GrSt BGrundsteuer B
235%
-365 Punkte
GrSt AGrundsteuer A
235%
-365 Punkte
- GewStRang 1.096 von 1.101 in Baden-Württemberg, Median 360 %
- GrSt BRang 343 von 1.100 in Baden-Württemberg, Median 293 %
- GrSt ARang 57 von 1.100 in Baden-Württemberg, Median 410 %
amtlichQuelle: Regionaldatenbank Deutschland, RealsteuervergleichStand 30.06.2025 (Hebesätze 2025)Änderung gegenüber 31.12.2024Methodik
Freiburg im Breisgau im Vergleich
Median der Hebesätze aller Gemeinden in Baden-Württemberg und in Deutschland (10.754 Gemeinden), Stand 30.06.2025. Der Median ist der mittlere Wert: Die Hälfte der Gemeinden liegt darunter, die Hälfte darüber.
| Steuerart | Freiburg im Breisgau | Median Baden-Württemberg | Median Deutschland |
|---|---|---|---|
| Gewerbesteuer | 430 % | 360 % | 380 % |
| Grundsteuer B | 235 % | 293 % | 395 % |
| Grundsteuer A | 235 % | 410 % | 345 % |
Wo Freiburg im Breisgau unter den 1.101 Gemeinden in Baden-Württemberg liegt: Spanne vom niedrigsten zum höchsten Satz, Strich = Median, Punkt = Freiburg im Breisgau.
GewerbesteuerRang 1.096 von 1.101 (1 = niedrigster Satz)
265 %Median 360 %450 %
Grundsteuer BRang 343 von 1.100 (1 = niedrigster Satz)
78 %Median 293 %1.350 %
Grundsteuer ARang 57 von 1.100 (1 = niedrigster Satz)
100 %Median 410 %3.000 %
Verlauf der Hebesätze in Freiburg im Breisgau
Hebesätze zum jeweiligen Stichtag laut Realsteuervergleich der Statistischen Ämter: 31.12.2023, 31.12.2024 und, wo gemeldet, die Änderung im 1. Halbjahr 2025. Säulenhöhe proportional zum Wert.
Gewerbesteuerunverändert seit 31.12.2023
Grundsteuer B-365 Punkte seit 31.12.2023
Grundsteuer A-365 Punkte seit 31.12.2023
| Stichtag | Gewerbesteuer | Grundsteuer B | Grundsteuer A |
|---|---|---|---|
| 31.12.2023 | 430 % | 600 % | 600 % |
| 31.12.2024 | 430 % | 600 % | 600 % |
| 30.06.2025 | 430 % | 235 % | 235 % |
Gewerbesteuer in Freiburg im Breisgau berechnen
Gewerbeertrag mal Steuermesszahl 3,5 % ergibt den Messbetrag, Messbetrag mal Hebesatz 430 % die Gewerbesteuer (§ 11 und § 16 GewStG). Einzelunternehmen und Personengesellschaften ziehen vorher den Freibetrag von 24.500 EUR ab und rechnen die Gewerbesteuer bis zum Vierfachen des Messbetrags auf die Einkommensteuer an (§ 35 EStG).
Ohne JavaScript gilt die Beispieltabelle unten. Hinzurechnungen und Kürzungen nach §§ 8, 9 GewStG bleiben außen vor; die Berechnung ersetzt keinen Bescheid und keine Steuerberatung.
Beispiele für Einzelunternehmen und Personengesellschaften (Hebesatz 430 %)
| Gewinn | Messbetrag | Gewerbesteuer | Anrechnung ESt (max.) | Effektiv |
|---|---|---|---|---|
| 50.000 EUR | 892,50 EUR | 3.837,75 EUR | 3.570,00 EUR | 7,68 % |
| 100.000 EUR | 2.642,50 EUR | 11.362,75 EUR | 10.570,00 EUR | 11,36 % |
| 250.000 EUR | 7.892,50 EUR | 33.937,75 EUR | 31.570,00 EUR | 13,58 % |
| 1.000.000 EUR | 34.142,50 EUR | 146.812,75 EUR | 136.570,00 EUR | 14,68 % |
Beispiele für Kapitalgesellschaften (kein Freibetrag, keine Anrechnung)
| Gewinn | Messbetrag | Gewerbesteuer | Effektiv |
|---|---|---|---|
| 50.000 EUR | 1.750,00 EUR | 7.525,00 EUR | 15,05 % |
| 100.000 EUR | 3.500,00 EUR | 15.050,00 EUR | 15,05 % |
| 250.000 EUR | 8.750,00 EUR | 37.625,00 EUR | 15,05 % |
| 1.000.000 EUR | 35.000,00 EUR | 150.500,00 EUR | 15,05 % |
Grundsteuer in Freiburg im Breisgau berechnen
Der Grundsteuermessbetrag steht im Bescheid des Finanzamts. Multipliziert mit dem Hebesatz ergibt er die Jahresgrundsteuer, die die Gemeinde erhebt (§ 25 GrStG). Grundsteuer B gilt für Grundstücke, Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe.
| Messbetrag | Hebesatz B | Grundsteuer B je Jahr | Grundsteuer A je Jahr |
|---|---|---|---|
| 40,00 EUR | 235 % | 94,00 EUR | 94,00 EUR |
| 80,00 EUR | 235 % | 188,00 EUR | 188,00 EUR |
| 150,00 EUR | 235 % | 352,50 EUR | 352,50 EUR |
| 300,00 EUR | 235 % | 705,00 EUR | 705,00 EUR |
Nachbargemeinden von Freiburg im Breisgau
Die zwölf nächstgelegenen Gemeinden (Luftlinie zwischen den Gemeindemittelpunkten laut Gemeindeverzeichnis), auch über Kreis- und Landesgrenzen hinweg, sortiert nach Entfernung.
| Gemeinde | Gewerbesteuer | Grundsteuer B |
|---|---|---|
| Freiburg im Breisgau diese Seite | 430 % | 235 % |
| MerzhausenLandkreis Breisgau-Hochschwarzwald | 400 % | 202 % |
| AuLandkreis Breisgau-Hochschwarzwald | 400 % | 155 % |
| GundelfingenLandkreis Breisgau-Hochschwarzwald | 380 % | 200 % |
| WittnauLandkreis Breisgau-Hochschwarzwald | 395 % | 135 % |
| HorbenLandkreis Breisgau-Hochschwarzwald | 380 % | 195 % |
| EbringenLandkreis Breisgau-Hochschwarzwald | 400 % | 150 % |
| HeuweilerLandkreis Breisgau-Hochschwarzwald | 330 % | 140 % |
| SöldenLandkreis Breisgau-Hochschwarzwald | 390 % | 150 % |
| UmkirchLandkreis Breisgau-Hochschwarzwald | 350 % | 232 % |
| VörstettenLandkreis Emmendingen | 370 % | 175 % |
| SchallstadtLandkreis Breisgau-Hochschwarzwald | 360 % | 128 % |
| MarchLandkreis Breisgau-Hochschwarzwald | 400 % | 200 % |
Grundsteuer in Baden-Württemberg: Modifiziertes Bodenwertmodell
Baden-Württemberg hat mit dem Landesgrundsteuergesetz (LGrStG) ein eigenes Modell gewählt: Der Grundsteuerwert ergibt sich aus der Grundstücksfläche multipliziert mit dem Bodenrichtwert; Gebäude auf dem Grundstück bleiben unberücksichtigt. Die Steuermesszahl beträgt 1,3 Promille, für überwiegend zu Wohnzwecken genutzte Grundstücke wird sie um 30 Prozent ermäßigt. Auf den so ermittelten Messbetrag wendet die Gemeinde ihren Hebesatz an.
Mehr dazu im Ratgeber Die Grundsteuermodelle der Bundesländer.
Häufige Fragen
Was bedeutet ein Hebesatz von 430 % bei der Gewerbesteuer in Freiburg im Breisgau?
Der Hebesatz ist der Faktor, mit dem die Gemeinde den vom Finanzamt festgesetzten Steuermessbetrag multipliziert. Bei 430 % zahlt ein Betrieb das 4,3-fache seines Messbetrags. Beispiel: Ein Einzelunternehmen mit 100.000 EUR Gewinn hat nach Abzug des Freibetrags von 24.500 EUR einen Messbetrag von 2.642,50 EUR und zahlt in Freiburg im Breisgau 11.362,75 EUR Gewerbesteuer im Jahr; davon werden bis zu 10.570,00 EUR auf die Einkommensteuer angerechnet.
Wer legt die Hebesätze in Freiburg im Breisgau fest?
In Freiburg im Breisgau beschließt der Rat der Stadt die Hebesätze in der Haushaltssatzung oder einer eigenen Hebesatzsatzung (§ 16 GewStG, § 25 GrStG). Das Hebesatzrecht ist in Art. 106 Abs. 6 des Grundgesetzes garantiert. Für die Gewerbesteuer gilt bundesweit ein Mindesthebesatz von 200 %. Die Sätze können bis zum 30. Juni eines Jahres rückwirkend für das laufende Kalenderjahr geändert werden.
Warum hat sich mein Grundsteuerbescheid für Freiburg im Breisgau 2025 geändert?
Seit dem 1. Januar 2025 gelten die neu ermittelten Grundsteuerwerte und Messbeträge der Grundsteuerreform. Fast alle Gemeinden haben deshalb ihren Hebesatz für die Grundsteuer B neu beschlossen; in Freiburg im Breisgau ging der Hebesatz von 600 % auf 235 %. Ob Ihre Grundsteuer steigt oder sinkt, hängt vom neuen Messbetrag und vom Hebesatz zusammen ab: Auch bei sinkendem Hebesatz kann die Steuer steigen, wenn der Messbetrag deutlich höher ausfällt als früher. Details im Ratgeber Grundsteuerreform 2025.
Wie schneidet Freiburg im Breisgau im Vergleich ab?
Gewerbesteuer: Rang 1.096 von 1.101 in Baden-Württemberg (1 = niedrigster Satz), Median dort 360 %, in Baden-Württemberg 360 %, bundesweit 380 %. Grundsteuer B: Rang 343 von 1.100 in Baden-Württemberg (1 = niedrigster Satz), Median dort 293 %, in Baden-Württemberg 293 %, bundesweit 395 %. Grundsteuer A: Rang 57 von 1.100 in Baden-Württemberg (1 = niedrigster Satz), Median dort 410 %, in Baden-Württemberg 410 %, bundesweit 345 %.
Quelle und Stand
- Hebesätze: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Regionaldatenbank Deutschland, Statistik 71231 Realsteuervergleich: Hebesätze zum Stichtag 31.12.2023 und 31.12.2024 sowie die im 1. Halbjahr 2025 geänderten Hebesätze (Stichtag 30.06.2025); Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0.
- Einwohner: Statistisches Bundesamt (Destatis), Bevölkerung zum 30.06.2024. Koordinaten und PLZ: Gemeindeverzeichnis GV-ISys, Postleitzahl 79098, Fläche 153,04 km².
- Amtlicher Gemeindeschlüssel: 08311000. Abruf der Daten am 13.09.2026.
- Verbindlich ist allein die Hebesatzsatzung der Gemeinde und der Steuerbescheid. Fehler gefunden? So melden Sie ihn.